Ginseng

Ginseng ist eine der bekanntesten Heilpflanzen der Welt und blickt auf eine mehrere tausend Jahre alte Geschichte zurück. Schon früh wurde die auffällige, oft menschenähnlich geformte Wurzel als etwas Besonderes angesehen. Ihr Name stammt aus dem Chinesischen: „Rénshēn“ bedeutet so viel wie „Menschenwurzel“. Der botanische Gattungsname Panax leitet sich aus dem Griechischen ab und heißt „Allheilmittel“, was die hohe Wertschätzung dieser Pflanze in der traditionellen Medizin widerspiegelt.

Was ist der Ursprung von Ginseng?

Seinen Ursprung hat Ginseng in den kühlen, schattigen Berg- und Waldregionen Ostasiens, vor allem in China, Korea und Teilen Sibiriens, sowie in Nordamerika. Dort wächst die Pflanze langsam und benötigt mehrere Jahre, bis ihre Wurzel geerntet werden kann. Gerade diese lange Wachstumszeit trug dazu bei, dass Ginseng früher äußerst selten und kostbar war und teilweise nur dem Kaiserhof oder dem Adel vorbehalten blieb.

In der traditionellen chinesischen Medizin gilt Ginseng als stärkendes Tonikum. Ihm wird nachgesagt, die Lebensenergie – das sogenannte „Qi“ – zu harmonisieren und den gesamten Organismus ins Gleichgewicht zu bringen. Besonders bei Schwäche, Erschöpfung und zur Stärkung nach Krankheiten fand die Wurzel Verwendung. Auch in Korea entwickelte sich eine eigene, bis heute lebendige Ginseng-Kultur, in der die Pflanze als Symbol für Vitalität, Langlebigkeit und Widerstandskraft gilt.

Ginseng in Nahrungsergänzungsmitteln

In Nahrungsergänzungsmitteln spielt Ginseng heute eine wichtige Rolle und wird vor allem wegen seiner angeblich stärkenden und ausgleichenden Wirkung geschätzt. Verwendet wird dabei in der Regel ein Extrakt aus der getrockneten Ginsengwurzel, der in standardisierter Form verarbeitet wird. Ziel ist es, eine gleichbleibende Menge der wirksamen Inhaltsstoffe zu liefern, insbesondere der sogenannten Ginsenoside, die als Hauptwirkstoffe gelten.

Ginseng ist in Nahrungsergänzungsmitteln in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich, etwa als Kapseln, Tabletten, Pulver, Flüssigextrakte oder Tonika. Besonders beliebt sind Kapseln, da sie eine einfache und dosierte Einnahme ermöglichen. Häufig wird Ginseng auch mit anderen Pflanzenstoffen wie Ginkgo, Guarana, Rhodiola oder Vitaminen kombiniert, um die Wirkung auf Konzentration, Leistungsfähigkeit oder Stressbewältigung zu unterstützen.

Viele Menschen greifen zu Ginseng-Präparaten, um Müdigkeit zu reduzieren, die geistige Leistungsfähigkeit zu steigern oder das Immunsystem zu unterstützen. In der modernen Anwendung wird Ginseng oft als sogenanntes Adaptogen bezeichnet. Darunter versteht man Pflanzenstoffe, die dem Körper helfen sollen, sich besser an Stress und Belastungen anzupassen. Wissenschaftliche Studien zeigen zwar Hinweise auf positive Effekte, etwa bei Erschöpfung oder leichter kognitiver Beeinträchtigung, die Ergebnisse sind jedoch nicht immer eindeutig und hängen stark von Qualität, Dosierung und individueller Reaktion ab.

 

Was sollte bei dem Kauf vom Nahrungsergänzungsmittel mit Ginseng beachtet werden?

Ginseng Herkunft

Die Art beeinflusst die Wirkung. Der sibirische Ginseng wird botanisch nicht als „Panax“ definiert und ist daher nicht vergleichbar mit dem amerikanischen (Panax quinquefolius) und asiatischen Ginseng (Panax ginseng).

Enthaltende Wirkstoffe

Wichtig sind vor allem die Ginsenoside, die charakteristischen Inhaltsstoffe von Ginseng. Gute Produkte geben den Ginsenosidgehalt (z. B. 8 % oder 10 %) an. Ohne Angabe über Ginsenoside ist es schwer zu beurteilen, wie wirksam das Produkt tatsächlich ist.

Reinheit

Am besten sind keine unnötigen Füll- und Zusatzstoffe enthalten. Achte auf Zertifizierungen und genau Herkunftsangaben.

Ginseng Wurzeln und Ginseng Kapseln